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Warum ich Sport mache

Sportplan

Ich hatte mir ja schon länger vorgenommen, auch über den Sport zu schreiben. Ich sage bewusst “den Sport”, da ich natürlich auch nur über “den Sport” berichten kann, den ich selber ausübe. Das Wissen, das ich mir über die Zeit angeeignet habe, Erfahrungen, die ich machte und Tipps, die ich für nützlich halte. Das lässt sich vielleicht nicht unbedingt auf alles anwenden, aber ich möchte auch kein gefährliches Halbwissen verbreiten. Also möchte ich in Zukunft gerne auf das eingehen, was ich selbst schon am eigenen Körper erfahren habe (verschiedene Workouts, die richtige Ernährung, Supplements und Fehlschläge). Doch ich dachte mir, bevor ich erzähle, was ich genau nun verzweifelt versuche im Fitnessstudio zu treiben, erzähle ich euch erst einmal, warum ich überhaupt Sport mache.

Es gibt verschiedene Gründe Sport zu treiben. Als Hobby, Spaß, Ausgleich oder um ein bestimmtes Ziel zu erreichen (oder zu halten); Gewicht verlieren, Muskeln dazu gewinnen oder die momentane Figur behalten. Mein Ziel vor einem Jahr, als ich mich im Fitnesstudio anmeldete, war einfach: fit werden. Aber was genau heißt fit sein überhaupt? Ich selbst weiß nicht einmal, was ich mir dabei dachte. Beim Treppen Steigen bis in den sechsten Stock, in den ich kurz zuvor gezogen bin, nicht mehr außer Atem zu kommen? Muskeln aufbauen? Ich weiß es nicht. Mit Hilfe meiner Trainerin habe ich ausgemacht, dass ich etwas für meinen Rücken und mein Knie machen möchte, die mir immer mal wieder schmerzliche Beschwerden machten. Das hat auch auf Anhieb geklappt. Aber was ich sonst gemacht habe? Meine Zeit vergeudet. Ungelogen: das erste halbe Jahr hat sich absolut nichts geändert. Ja, so schnell sollte man mit Änderungen auch nicht rechnen, aber ich bin auch klug genug zu wissen, dass die Fehler bei mir lagen. Wenn ich unregelmäßig und halbherzig ins Studio gehe, während ich genauso unkontrolliert in mich hinein schaufle, kann daraus zumindest nichts ordentliches werden.

Irgendwann hatte ich genug davon, wofür zahle ich jeden Monat so viel, wenn ich es nicht richtig nutze? Nicht unbedingt immer empfehlenswert und hilfreich, aber so schön einfach: ich schaute mir Fitnessvideos auf Youtube an. Zum ersten Mal hörte ich etwas von verschiedenen Körpertypen, wie sich hier aufgrund von Stoffwechsel-Unterschieden Ernährung und Training differenzieren können und wurde auf einen Kanal aufmerksam, der mir seit her sehr geholfen hat. Und mir ein Ziel gab. Ich bin großer Fan von Jen Heward (oder aber “Hunny Buns Fit“) geworden. Bevor ich darauf eingehe, was ich mir aus ihren Videos mitgenommen habe, muss ich sagen, dass ich mich komplett in ihre Figur verliebt habe. Ihre Videos und ihr Instagram-Feed sind jedes Mal für mich eine neue, optische Motivation. Auch wenn ich vielleicht nicht ganz so muskulös werden kann und will, ist dies auf jeden Fall etwas, das ich anstreben möchte. Muskeln. Wenn man an Frauen mit Muskeln denkt, denken viele direkt an aufgepumpte Bodybuilderinnen. Wenn man als Frau sagt, dass man Krafttraining betreibt und für den Muskelaufbau trainiert, muss man sich oft Sachen wie “aber übertreib es nicht” oder sonstige Sprüche anhören. Auch ich war anfangs so dumm und meinte zu meiner Trainerin “ich möchte Muskeln, aber nicht so viele”. Girl, you never were so wrong.

Abgesehen davon, dass man nicht einfach vom Training plötzlich zur Bodybuilderin mutiert, habe ich nun mit Hilfe von Jen Hewards Videos, verschiedenen Apps und Beratungen im Studio und in Stores meinen Tainings- und Ernährungsplan umgestellt. Meine Motivation angekurbelt: denn nun hatte ich ein Ziel vor Augen. Plötzlich erziele ich Erfolge, dass ich mich mit den Gewichten, die ich hebe und drücke, steigern kann. Dass ich zumindest das Gefühl habe, auch langsam leichte Veränderungen an meinem Körper zu bemerken. Dass ich mich bewusster und passender ernähre. Dass ich mich selbstbewusster im Studio bewegen kann und nicht mehr nur an die Pre-Set-Geräte gehe, sondern mich an die Freigewichte traue und mich dort mittlerweile sicher fühle.

Deshalb mache ich also Sport. Ich möchte Muskeln aufbauen, möchte stark sein. Ich weiß nun, wofür ich trainiere und das gibt mir eine völlig neue Motivation. In Zukunft werde ich hier meine Erfahrungen teilen. Wer sich ebenfalls für das Krafttraining interessiert, dem werde ich vielleicht ein paar nützliche Tipps geben können. Der kann mir eventuell wichtige Informationen weitergeben, denn auch ich bin immer noch wissbegierig und weiß wahrscheinlich nicht mal annähernd ein Zehntel. Und wer Fragen zu gewissen Themen hat: immer her damit! Dann werde ich mich bemühen, diesen Fragen entsprechend auch die nächsten Artikel zu gestalten.

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2 Kommentare

  1. Sehr schön geschrieben 🙂

    Ich gehe ins Fitnessstudio als Ausgleich. Ich sitze (mindestens) 40 Stunden die Woche am PC, zuhause sitze ich ebenfalls am PC, auf der Couch oder liege im Bett. Hätte die Natur das für uns vorgesehen, wären wir Faultiere geworden. Da ich eh schon immer Rückenbeschwerden (das hat übrigens nichts mit dem Alter zu tun, ich hatte schon in der Schule extreme Probleme) hatte und meine Haltung schlecht ist, brauche ich das. Nur mit Krafttraining bin ich dauerhaft Rückenbeschwerdenfrei, wenn ich ein paar Monaten nichts mache, fängt es sofort an. Desweiteren habe ich mein Leben lang schon Atembeschwerden, und auch wenn der Lungenfacharzt nichts finden konnte, so meinte er doch, dass mir Sport gut täte.
    tl,dr: meine Haltung hat sich verbessert, mein allgemeines Befinden hat sich verbessert, ich habe keine Rückenschmerzen und ich fühle mich einfach gut, wenn ich zum Sport gehe/beim Sport war. “Sein gestriges Ich schlagen” finde ich eine schöne Formulierung. Egal in welchem Bereich, man sollte immer versuchen, das Beste aus sich herauszuholen und besser zu sein, als am Tag zuvor. Und auch wenn wir mit dem Kopf arbeitenden Menschen das gerne vergessen, der Körper gehört dazu, das hat nichts mit Eitelkeit zu tun – mens sana in corpore sano – das wussten schon die alten Römer. Wer rastet, der rostet. Starke Muskeln schützen auch Knochen, Gelenke und Sehnen vor Verletzungen und und und. Wenn man es richtig macht und nicht übertreibt, hat Kraftsport einfach nur positive und überhaupt keine negativen Seiten.

  2. Pingback: My Home Is My Gym – Fancyschmancy

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