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Lorenza Zambon – Eine kleine Gartenphilosophie

Eine kleine Gartenphilosophie

Dass ich nicht so gut mit Pflanzen kann, das habe ich in meinem Artikel über meinen braunen Daumen wohl schon deutlich gemacht. In dem Artikel ging es aber hauptsächlich um Zimmerpflanzen und welche von denen auch in meiner Umgebung lange überleben können. Nun habe ich aber auch eine ziemlich große Dachterrasse, die ich im Sommer aufhübschen wollte.

Eine kleine Gartenphilosophie von Lorenza ZambonLeider gibt es hier oben kaum ein schattiges Plätzchen. Wenn meine Balkon-Pflanzen bisher nicht von der Sonne komplett verbrannt wurden, habe ich sie in meiner zu aufdringlichen Fürsorge ertränkt. Bevor ich nun wieder Unmengen an Geld für tot geweihte Pflanzen ausgebe, wollte ich mich vorab nochmal etwas besser informieren. Don’t judge a book by it’s cover, aber ich bin ehrlich, das habe ich. Lorenza ZambonsEine kleine Gartenphilosophie” hat mich optisch sofort angesprochen und netterweise habe ich ein Rezensionsexemplar von Random House Bloggerportal zu Verfügung gestellt bekommen. Ich hatte mir Informationen und Anregung zur Gartengestaltung erhofft und dass ich diese hoffentlich auch gut für meine Terrasse umsetzen könne. Aber erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt. Denn was “Eine kleine Gartenphilosophie” mit sich brachte war definitiv nicht das, womit ich gerechnet habe.

Die italienische Autorin, Lorenza Zambon, ist Regisseurin und leidenschaftliche Gärtnerin. Ihr Buch unterteilt sich in drei Lektionen: Gärtnern für anonyme Revolutionäre, Gärtner für planetarische Gärtner und Die Samen der Zukunft. Die erste Lektion ist die, die mir noch am meisten Wissen gegen mein eigenes Fehlverhalten Pflanzen gegenüber mitgeben konnte. Zambon geht auf die verschiedenen Methoden ein, Pflanzen ein erfülltes Leben zu schenken. Mit Stecklingen, Umtopfen, Aussat und dem Setzen. Spoiler: ich habe dann doch auf eigene Faust im Gartencenter zugeschlagen, um meine Terrasse zu begrünen und fast alles hat bisher überlebt. Ich habe versucht mit Stecklingen die Pflanzen zu vermehren… Hat leider nicht so geklappt, wie erhofft. Aber immerhin gleicht meine Terrasse noch keinem Friedhof, das ist schon mal viel wert!

Planetarischer Garten. Die Welt als Garten. Über den eigenen, streng getrimmten Garten hinaus. Die zweite Lektion widmet sich den planetarischen Gärtnern und spricht Themen wie die dritte Landschaft an. Aber ganz besonders interessant fand ich dann die dritte Lektion. Nicht besonders wegen dem, was sie mir mitgab, sondern viel mehr, weil sie mir einen persönlichen Eindruck von Lorenza Zambon vermittelte. Es geht um Blütenteppiche auf Trümmern, Gärtnern in der Stadt, Guerilla Gardening. Den Kampf gegen triste Betonlandschaften und überall um uns herum für etwas Grün und Leben zu sorgen. Dass Lorenza immer ein paar Mülltüten dabei hat und an der Landstraße rechts anhält, um Müll zu sammeln und unserer Umwelt etwas Gutes zu tun. Dass sie sich mit ihren Freundinnen zum Guerilla Gardening trifft. Dass sie sich für unseren Planeten einsetzt. All das fand ich ziemlich inspirierend. Daran kann und sollte sich jeder ein Beispiel nehmen!

Das kleine, 125 Seiten lange, gebundene Buch “Eine kleine Gartenphilosophie” von Lorenza Zambon gibt es vom mosaik-Verlag aktuell für 15€ auf Amazon zu kaufen (Ref-Link), falls ihr nun selbst Interesse am Buch bekommen haben solltet. Und an dieser Stelle möchte ich nochmal kurz auf die Sea Shepherds verweisen, die sich zwar vor allem für unsere Ozeane einsetzen, sich aber auch regelmäßig zum Beispiel hier in Düsseldorf am Rhein treffen, um dort die Ufer vom Müll zu befreien. Leider hatte ich bisher selbst noch nicht die Chance, daran teilzunehmen, da ich noch nicht so lange von den Sea Shepherds weiß, beobachte die Termine seit her aber genau und hoffe schon bald mit anpacken zu können.

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