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Ghibli Museum

Ghibli Museum Mitaka

Ich bin aus dem Urlaub zurück, nun ist es an der Zeit davon zu berichten. Der einzige Ausflug, den ich noch vor Abflug geplant und organisiert habe, war der Besuch im Ghibli Museum, denn wer mich kennt, der weiß, dass das Studio Ghibli meine große Liebe ist. In dem Beitrag stelle ich euch nun nicht nur das Museum vor, sondern gebe euch Tipps für euren Ausflug und gegen Ende des Artikels findet sich sogar noch ein kleiner Hinweis auf ein Gewinnspiel. Lesen lohnt sich also!

Das Ghibli Museum

Das Ghibli Museum befindet sich in Mitaka, etwa 30 Minuten von Tokio entfernt. Neben dem an sich schon kunstvoll gestaltetem Gebäude, dass Hayao Miyazaki selbst entwarf, bietet das Museum das Hauseigene “Saturn”-Kino, in dem jeden Tag ein anderer der 13 extra dafür produzierten Kurzfilme läuft. Herzstück des Museums sind jedoch die verschiedenen, liebevoll eingerichteten Ausstellungsräume, die einen Einblick in die Ideenfindung und Produktion der Animationsfilme geben. Bis auf einen der Räume handelt es sich um Dauerausstellungen, in dem besagtem einen Raum gibt es jedoch immer zeitlich begrenzte Sonderausstellungen. In meinen zwei Besuchen bisher gab es eine Ausstellung zum “Nussknacker” und “Heidi” (hier hat Miyazaki übrigens noch als junger Zeichner mitgearbeitet). Früher gab es nur einen Katzenbus-Raum. Ja, ihr hört richtig: ein Katzenbus-Raum! Für die Kleinen zum Spielen. Ganz schön unfair fand ich das damals vor knapp 3 Jahren – wer will denn bitte nicht in einem Katzenbus sitzen?! In der Zeit bis zu meinem nächsten Besuch wurden unsere Wünsche erhört, so gibt es mittlerweile auch einen Katzenbus für Erwachsene (und ich saß drin, in einem Katzenbus!). Zu guter Letzt erwarten einen der Gift Shop und im Außenbereich auf dem Dach einmal der große Roboter (bekannt aus “Das Schloss am Himmel) sowie im Erdgeschoss das Strawhat Café, bestehend aus einem Restaurant und einem kleinen Imbissstand.

Fotos der verschiedenen Räume werde ich übrigens nicht teilen, da das Museum darauf hinweist, dass man keine Fotos im Inneren des Gebäudes machen soll. Somit soll verhindert werden, dass anderen potentiellen Gästen die Überraschung der Räume kaputt gemacht wird. Dennoch gibt es zahlreiche Fotos von Leuten, die sich an diese Auflage nicht halten. Wer also neugierig ist, der brauch nur mal “Ghibli Museum” in der Google Bildersuche eingeben und wird schnell fündig. Wer jedoch die Aussicht darauf hat, noch in diesem Leben das Museum selbst besuchen zu können, dem würde ich davon abraten. Denn die Räume sind wirklich absolut fabelhaft und (kleiner Spoiler) absolut untypisch für ein Museum eingerichtet. Die Räume stecken mindestens genauso voller Liebe wie die Filme. Ich erwischte mich mehrmals mit Tränen in den Augen vor Freude beim Anblick.

Das Saturn-Kino und die Ghibli-Kurzfilme

Mit dem Ticket für das Ghibli-Museum erhaltet ihr am Eingang direkt auch euer Ticket für das Saturn-Kino des Museums, in dem jeden Tag ein zufälliger der 13 verschiedenen Kurzfilme läuft, die extra exklusiv für das Saturn-Kino produziert wurden. Insgesamt wird es sechs Vorstellungen in der Zeit geben, in der ihr euch im Museum befindet, also könnt ihr euch auch erstmal im restlichen Museum umschauen. Und keine Sorge, wer des Japanischen nicht mächtig sein sollte: die meisten Filme kommen komplett ohne Sprache aus und sind universell verständlich, aber es gibt auch extra untertitelte Vorführungen. Der Kino-Besuch ist ein besonderes Erlebnis: man wird den Film nirgendwo sonst mehr sehen können und vielleicht gar nie wieder. Aber auch hier gibt es welche, die sich entgegensetzen und heimlich die Vorführungen mitfilmen und online stellen. Wer also einen der Filme sehen möchte und keine Gelegenheit hat, selbst das Kino zu betreten, muss nur ordentlich im Internet suchen. Auch wenn es dem Ganzen natürlich einen deutlichen Teil seiner Magie nimmt.

Tickets für das Museum

Der Eintrittspreis für das Museum ist wirklich günstig. Ab 19 Jahren (18 Jährige haben also Glück gehabt) zahlt man 1.000 Yen für ein Ticket, das entspricht nach aktuellem Wechselkurs etwa 8,20 Euro. Die Preise darunter staffeln sich, aber maximal wird euch ein Ticket nur besagte 1.000 Yen kosten (Kinder unter 4 Jahren kommen kostenlos ins Museum). Ihr bucht euer Ticket direkt für einen bestimmten Zeitraum, ihr dürft in etwa zwei Stunden im Museum verbringen und könnt euch die Eintritts-Zeit aussuchen, solange noch genügend Tickets vorhanden sind. Und da kommen wir zum einzigen Haken: die Tickets sind gefragt. Sehr gefragt. Und meistens unfassbar schnell ausgebucht.

Tickets bekommt ihr an sich in jeder Lawson-Filiale (japanische Combini-Kette) und im Internet. Wer kann, sollte sich also möglichst rechtzeitig um seine Karte kümmern, damit ein Besuch im Ghibli Museum auch garantiert ist. Auf dieser Seite (Link) könnt ihr einsehen, ab wann für welche Zeitperiode Tickets gekauft werden können und sie auch direkt dort kaufen. Haltet am besten Kreditkarten- und Reisepass-Informationen bereit, denn ihr werdet sie brauchen. Und denkt dran, dass sich die angegebenen Uhrzeiten auf die japanische Zeit beziehen, rechnet es am besten auf eure Zeitzone um und schaut, dass ihr möglichst zu Beginn des Verkaufsstart eure Tickets sichert. Kleine Info: ich habe am (deutschen) Mittag des ersten Verkaufstages unsere Tickets gebucht und schon Probleme gehabt, noch einen freien Tag zu finden. Da wir noch nichts weiteres geplant hatten, konnten wir problemlos das nehmen, was noch übrig war, für manche kann dies aber die Reiseplanung deutlich beeinflussen.

Tipps

Zu guter Letzt noch ein paar gut gemeinte Tipps. Wenn ihr euer Ticket gebucht habt und eure Eintrittszeit wisst, plant ruhig etwas mehr Zeit ein. Zum einen lohnt es sich sehr, vom Bahnhof Mitaka aus nicht einen der Shuttle-Busse zu nehmen, sondern zu Fuß zum Ghibli Museum zu laufen. Wenn ihr gemütlich schlendert, solltet ihr etwa 30 Minuten einberechnen, mit flottem Gang ist es aber auch deutlich schneller zu schaffen. Der Weg ist zudem einfach zu finden, einfach den süßen Totoro-Schildern nach. Auf jeden Fall lohnt sich ein Spaziergang durch den ruhigen Vorort, wenn man mal außerhalb der vollen und lauten Straßen Tokios ist. Auch der Park, in dem sich das Museum befindet, ist es wert angeguckt zu werden. Ihr solltet aber nicht nur für etwaige Spaziergänge mehr Zeit einberechnen, auch bietet es sich generell an früher am Museum zu sein, da ihr manchmal schon vor eurer bezahlten Eintrittszeit eingelassen werdet, wenn die Gruppe vor euch langsam das Gebäude verlässt.

Der Gift Shop am Ende es Museums ist verlockend. Auch hier ändert sich regelmäßig das Sortiment, jedoch gibt es nur wenige exklusive Artikel. Ihr werdet an einigen Stellen Japans Ghibli-Merchandise kaufen können, schaut euch am besten die Auslage dort genau an und notiert euch die Preise und vergleicht das Sortiment dann mit dem Gift Shop des Museums. Ich würde empfehlen dort nur das zu kaufen, was es wirklich nur im Museum gibt, da die Museumspreise auf die sonstigen Artikel häufig teurer sind als in anderen Läden. So könnt ihr also ein paar Yen sparen, wenn ihr nicht alles im Museumsshop kauft.

Ghibli Giveaway auf Instagram

Wo wir aber schon bei Ghibli-Merchandise sind: auf meinem Instagram-Kanal findet ihr nun ein kleines Giveaway mit Artikeln, die ich aus dem Musemsshop, aber auch aus anderen Läden extra für euch mitgebracht habe. Schaut also auch unbedingt mal bei meinem Instagram-Account vorbei!

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1 Kommentar

  1. Toller Artikel zum Ghibli Museum. Als ich damals da war, gabs auch nur den “Kinder” Katzenbus. Ich wollte letzte Woche schon Tickets holen und habe dann erfahren dass man nur 3 Monate im voraus diese aus Deutschland bestellen kann. So ein Schreck! Ich muss jetzt in Japan schauen und flink sein, hehe. Ich finde es super, dass du dich an die Fotoregel hälst! <3

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