Personal Travel

Almighty in Japan

Tokio Japan

Keine zwei Wochen mehr, bis ich mich wieder nach Japan begebe. Viele junge Menschen in meinem Alter sind vielleicht noch nie eine so weite Reise angetreten, eine Reise zum genau anderen Ende der Welt. Viel weiter weg kann man nicht fliegen. Und ich fliege nun schon wieder hin.

Es kommt nicht selten vor, dass man mich fragt, worauf man bei der Planung einer Japan-Reise alles achten muss. Wie teuer ist das Ganze denn generell? Was zahle ich für den Flug, was für die Unterkunft? Wie viel Zeit sollte ich einplanen? Was sollte ich mir angucken? Und all die Kleinigkeiten, die man übersehen kann. (Wer sich nicht sehr mit Japan auskennt, wird z.b. vielleicht denken, dass man als Vegetarier super zurecht kommt, es wird doch viel mit Gemüse gekocht, aber: ihr werdet eine sehr schwere Zeit als Vegetarier haben, auch nur ein Gericht zu finden, in dem nicht mindestens Fisch-Sauce enthalten ist, da will die kulinarische Reise schon gut geplant sein.)

Eine Frage, die ich mir jedes Mal vor eine Reise stelle: wie viel Zeit soll ich mir nehmen? Reichen mir 4-5 Tage für einen Städtetrip? Aber wenn ich rund 25 Stunden (keine Sorge, nicht pro Flug!) im Flugzeug sitze, will ich nicht so viel Zeit wie nur möglich auf der anderen Seite der Erdkugel verbringen? Aber wie viel Zeit brauch ich denn nun wirklich und wie viel kann ich mir leisten?

Auf all die vielen Fragen kann es nur individuelle Antworten geben. Der eine hat mehr Geld, der andere weniger. Der eine hat mehr Zeit, der andere weniger. Interessen können sich unterscheiden, der eine ist vielleicht mehr kulturell interessiert, der andere popkulturell. Der eine möchte in die Großstadt, der andere aufs Land. Auf all die Fragen kann es nur viele, verschiedene Antworten geben. Antworten, die ich nicht alle in einem Beitrag niederschreiben kann. Darum möchte ich auch hieraus eine kleine Reihe machen: Almighty in Japan.

Ich möchte mich mit einzelnen Beiträgen einzelnen Themen widmen, wie der allgemeinen finanziellen Planung, dem Flug, der Unterkunft und so weiter. Und wer tatsächliches Interesse und/oder Fragen bezüglich Reisen nach Japan hat, den möchte ich an dieser Stelle bitten, einfach alle Fragen unter diesem Beitrag zu posten, damit ich diese in den künftigen Artikeln auch alle berücksichtigen und beantworten kann. Außerdem hege ich schon seit längerem den Gedanken, einen kleinen Reiseführer im eBook-Format zu verfassen, den man so auch einfach unterwegs mitnehmen kann. Vielleicht hilft mir diese Artikelreihe, diesen Gedanken zu festigen und in die Tat umzusetzen. Eventuell mögt ihr mir ja auch dazu eure Meinung in den Kommentaren da lassen?

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7 Kommentare

  1. Ja, das mit dem kulinarischen Erlebnis… ich weiß nicht wieso, aber früher dachte ich immer, Japaner seien total Vegetarier-freundlich und dann war es das genaue Gegenteil. Es gibt ja wirklich NICHTS rein vegetarisches, also gar nichts. Dieses Mal bin ich vorbereitet und nehme Twenny Bars mit!

    Bin gespannt auf die Reihe 🙂

    • Also ich hab einen Vegetarier in Japan kennengelernt und es ist nicht unmöglich. Es ist nur sehr, sehr schwierig. Weil Japaner verstehen Vegetarisch als “Kein Fleisch” und zählen Fisch aber nicht dazu. Daher stimmt es, dass es sehr schwierig ist in Restaurants oder Ähnlichem zu essen und man meist dazu verdammt ist selbst zu kochen. Nichtsdestotrotz gibt es eine große Veg-Community, die auch über Reddit zu finden ist und auch genug Tipps und Tricks in petto hat. Auch vegetarische/vegane Restaurants lassen sich so finden 😉 Du bist also auch außerhalb der Twenny Bars nicht ganz verloren 😉

      https://www.reddit.com/r/veganinjapan/ (auch die Side-Bar betrachten ;))
      http://www.vegietokyo.com/

      Generell freu ich mich auf die Reihe von dir, Phi und ein eBook klingt nach einer sehr guten Idee 🙂

      • Danke für die Tipps. 🙂
        Klar, wenn man sich vorbereitet, geht das bestimmt. Ich erinnere mich nur an die verwirrten Blicke, wenn man im “normalen” Restaurant gefragt hat. “Auch kein Fisch? Und auch nicht in der Soße?”
        Wobei das mehr so Kare-Läden und Imbisse waren. Immerhin gibt es überall Crepes, die sind vegetarisch.

        • Ja, die allgemeinen Restaurants sind definitiv problematisch. Immerhin gehört Fischsauce oder irgendwelche Brühen auf Rinder-/Fischbasis zum Alltag.
          Und ja, die Crepes sind definitiv vegetarisch. Und in Konbinis findet man sicherlich auch ein paar Dinge, die in die Richtung gehen 😉

      • Tatsächlich ist der “Trend” nun ja auch so langsam in Japan eingeschlagen, dass immer mehr vegetarisch angeboten wird. Sei es nun bei Ketten als auch rein vegetarische (und sogar vegane) Restaurants. Danke auf jeden Fall auch nochmal für die Links! 🙂

  2. Hi Phi,

    bin gerade bei Instagram über deinen Blog “gestolpert”. Mittlerweile müsstest du ja in Japan angekommen sein. Wünsche dir eine ganz tolle Zeit. Wie lange wirst du dort beiben?

    Vegetarische Restaurants sollten in den großen Metropolen kein Problem sein, aber sobald du in die kleineren Städte kommst, musst du entweder auf viele Köstlichkeiten verzichten oder nach Gerichten mit Konbu-dashi fragen, der Ersatz für die reguläre Fisch-Basis.

    Ich kenne deine Reiseroute nicht genau. In den Norden geht es sicher nicht, oder? Da könnte ich dir Tipps geben, weil ich dort viele Jahre gelebt habe.

    Aber Onigiri mit Umeboshi oder Konbu gehen eigentlich immer oder Soba Nudeln & Tempura (Soße ist leider meistens wieder auf Fisch-Basis).

    Finde übrigens toll, dass du nicht pauschal Tipps zum Reisen gibst, denn das ist echt sehr individuell.

    Wenn du Lust hast, schau doch mal auf meinem Japanblog (kein Reiseblog!) vorbei.

    Viel Spaß und ki-ots(u)-kete kudasai. Gute Reise.
    Daniela

    • Hi Daniela,

      wir hatten sogar schon mal kurz das Vergnügen uns kennenzulernen,
      letztes Jahr beim Seitenwechsler-Event in Berlin! 🙂
      Ich glaube, du warst dieses Jahr auch wieder dabei?
      Da war ich leider schon weg und konnte nicht selbst nach Berlin reisen.

      Ja, wir haben diesmal Ain Soph für uns entdeckt, aber ich bin auch positiv überrascht,
      dass Ketten wie Coco Ichiban und Mos Burger langsam vegetarische Alternativen anbieten,
      also konnten wir ab und an unterwegs auch dort einkehren.

      Dir vielen Dank für den lieben Kommentar und liebe Grüße! 🙂

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