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Almighty in Japan: Low-Budget-Tipps für Tokio

Tokyo Skyline

Flug, Unterkunft, Verpflegung, Reisekosten und sonstige spezielle Reiseziele können teuer sein, da ist man vielleicht froh, wenn man bei ein paar Unternehmungen etwas Geld sparen kann. Sicherlich gibt es noch mehr Low-Budget-Tipps, wem auf Anhieb einer einfällt, kann diesen ja gerne in den Kommentaren mitteilen. Also gilt auch für die, die sich zum ersten Mal mit dem Thema beschäftigen: werft auch einen Blick in den Kommentarbereich!

Günstige Stadtrundfahrt mit der Yamanote-Linie

Die Yamanote-Linie ist die Kreis-Linie in Tokio. Mit ihr kommt man meist am schnellsten zu den verschiedenen, zentralen Stadtbezirken. Insgesamt braucht sie jedoch etwas mehr als eine Stunde, um den vollen Kreis zu fahren, bietet jedoch unerfahrenen Touristen Einblick in die verschiedenen Stadtzentren. Die Yamanote macht unter anderem Halt an den Bahnhöfen Tokio, Ueno, Ikebukuro, Shinjuku, Shibuya, Harajuku, Asakusa oder Akihabara. Wer also einen ersten Eindruck über die Stadt gewinnen will, kann sich einfach mal in die Yamanote-Linie setzen und aus dem Fenster schauen. Warum die Fahrt so günstig ist und was dabei beachtet werden muss? Der japanische öffentliche Nahverkehr beruht auf Vertrauen. Ihr lauft in eine Station, lasst euer Ticket checken und bezahlt am Ende nur die Strecke, die ihr effektiv gefahren seid, ohne dabei auf die Zeit zu achten. Damit die Rundfahrt so funktioniert, müsst ihr letztendlich nur eine Station weiter fahren als die Station, in der ihr eingestiegen seid. Ihr bezahlt nur diese eine Station, nicht die gesamte Strecke, die ihr abgefahren seid.

Prepaid Tickets: Pasmo oder Suica

Die meisten von uns kennen dieses Prinzip am ehesten von der Oyster Card in Groß Britannien. Die Pasmo oder Suica funktioniert ähnlich. Schon am Flughafen könnt ihr euch einfach eine Karte am Automaten ausstellen lassen, 500 Yen Pfand müssen gezahlt werden (diese erhaltet ihr jederzeit wieder, solltet ihr die Karte wieder abgeben). Ladet einen weiteren Betrag auf die Karte und die Karte funktioniert nun als Prepaid Ticket. Einfach die Karte beim Einchecken und Verlassen der Stationen scannen und der Betrag wird automatisch abgebucht, solange die Kosten gedeckt sind. Zudem sind die Fahrten so meist ein wenig günstiger, als wenn ihr jedes mal ein individuelles Ticket dafür zieht. Mit diesen Prepaid Karten könnt ihr auch in einigen Geschäften, hauptsächlich Conbinis, und weiteren Automaten (Getränke-Automaten, Arcades, etc.) bargeldlos zahlen. Die Karte ist nicht nur ein schönes Souvenir, sondern behält auch mindestens zehn Jahre ihre Gültigkeit. Solltet ihr euch in dieser Zeit dazu entschließen, Japan einen weiteren Besuch abzustatten, könnt ihr die Karte erneut nutzen und die Gültigkeit verlängert sich automatisch um weitere zehn Jahre.

Tokio von oben

Der Tokyo Tower und der neue Skytree sind beliebte Anlaufziele, um einen Blick über die Stadt zu ergattern. Von oben wirkt die Mega City nochmal eindrucksvoller. Doch das teure Geld und die Ansteh-Zeit für einen der beiden Türme könnt ihr euch ganz einfach sparen. Es gibt mehrere Spots in Tokio, die einen netten Ausblick über die Stadt geben. Einer davon das Rathaus in Shinjuku. In beiden hohen Türmen des Gebäudes könnt ihr komplett kostenlos bis nach oben fahren und habt eine fantastische Panorama-Sicht. Ein weiterer Pluspunkt: ihr könnt den Tokyo Tower oder den Skytree in euren Stadtfotos direkt mit einfangen, was schlecht geht, wenn ihr euch in selbigem befindet.

Verpflegung

Wenn man Durst hat, sind die vielen Getränkeautomaten wirklich verlockend. Wenn auch nicht viel, kann man jedoch beim Einkaufen in einem Combini sparen. Am günstigsten kommt ihr weg, wenn ihr jedoch einen Supermarkt aufsucht. Im Combini findet ihr außerdem eine große Auswahl an Snacks und Leckereien für zwischendurch, die euch nur ein paar hundert Yen (also ein paar Euro) kosten. Wenn man schon mal in Japan isst, dann will man jedoch auch authentisch essen. An den Tagen, an denen es auch mal einfaches Essen sein darf, kann man jedoch auch gut und günstig eine der verschiedenen Ketten ausprobieren. Bei Mo’s Burger bekommt ihr nicht nur leckere, sondern auch günstige Burger. Tatsächlich könnt ihr für einen Burger schon mit unter 2 Euro davon kommen (und habt meist dennoch etwas besseres als McDonalds). Übrigens findet ihr dort mittlerweile auch vegetarische Optionen.

Günstiges Retro-Shoppen

Wer mich kennt, der weiß, dass mein Herz auch für Videospiele schlägt. Wem es da ähnlich geht, der kann in Tokio einige Gebraucht-Schnäppchen machen. Generell wird viel mehr und liebevoller aufbewahrt und Second Hand weiterverkauft. Der Retro-Laden Super Potato ist bei vielen Retro-Liebhabern bekannt. Dennoch wissen diese speziell fokussierten Läden darum, wie gefragt, ihre Waren sind. Und steigen so mit dem Preis mal gut in die Höhe. Günstiger als in Deutschland wird es wahrscheinlich allemal sein, vor allem in diesen guten Zuständen. Aber ein Blick in mehrere der häufig vertretenen Book-Off-Filialen kann sich lohnen. In der Kette findet ihr neben gebrauchten Büchern, Manga, Filmen, CDs auch verschiedenste Gaming Hard- und Software. Und könnt ab und an auch günstiger wegkommen. Zum Beispiel habe ich mich sehr geärgert, als ich in einem der Retro-Läden eine Version von Final Fantasy IX für rund 1.300 Yen kaufte (um die 12 Euro, immer noch günstig) und dann eine gleichwertige Version im Book Off für nur 500 Yen (unter 5 Euro!) fand.

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2 Kommentare

  1. Das mit der Suica Card klingt sehr praktisch. Aber wenn ich jetzt eine Woche in Tokio bin und dort viel sehen will, gibt es auch so eine Art Wochenticket, das alle Linien innerhalb der Stadt abdeckt?

    • Hallo Konrad, vielen Dank für deinen Kommentar!

      Ich weiß gar nicht, ob es einen Pass gibt, der es ermöglicht, wirklich mit allen Linien zu fahren. Anders als bei uns greifen in Japan viele, verschiedene Verkehrsunternehmen ineinander, statt meist nur einer für eine Region. Es gibt zum Beispiel einen 3-Tage-Pass für das U-Bahn-Netz für 1.500 Yen (also knapp 15 Euro), aber mit der U-Bahn ist man häufiger auch mal länger unterwegs, je nachdem, welche Strecke man fährt.

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